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15.04.2009

Dieser Weblog ist in erster Linie als eine große Aneinanderreihung verschiedener kurzer Gedanken zu sehen. Es wird daher aus verschiedenen Bereichen Material präsentiert, wobei der Schwerpunkt im Bereich der Philosophie liegt. Dabei wird, zumindest im Moment, ein antirealistischer und atheistischer Standpunkt vertreten. Weiterhin wird darauf geachtet Beiträge möglichst kurz zu halten. Der Leser ist gebeten selbst die Lücken zu füllen.

Weiterhin akzeptiert der Leser durch sein Weiterlesen die Bedingung keinem der Inhalte glauben zu schenken - auch wenn und vor allem dann wenn sie mit seinen Überzeugungen übereinstimmen.

-- morgen freiman

PS: Es wird auf die Angabe der Quellen geachtet. Sollte mir bewusst sein, dass ein Gedanke von einer anderen Person stammt wird dies, sofern es sich nicht um einen trivialen Fall handelt, angegeben.

Sell the vatican

12.10.2009




Via: hpd (Film: Sell The Vatican, Feed The World)

«Erst eine Gesellschaft, deren Grundversorgung garantiert ist, kann andere Werte in den Mittelpunkt stellen als die pure Versorgung mit dem Nötigsten.» - Götz W. Werner, Einkommen für alle, S. 103

Kurz: Es soll möglich sein, dass der Bürger einfach auf einige der durch den Staat erhobene Daten ("z.B. Wahlergebnisse […], Statuszustände von Gesetzesvorhaben, Abstimmungsverhalten von Abgeordneten bei öffentlichen Abstimmungen […]") zugreifen kann. Das würde uns die Möglichkeit eröffnen, einfach und schnell Webseiten wie Abgeordnetenwatch.de zu schaffen, die unsere Demokratie transparenter machen.

Hier abstimmen! (epetition.bundestag.de)

Via: Mutle (twitter.com/mutle)

«Das Infinite Monkey Theorem (v. engl. infinite „unendlich“; monkey „Affe“; theorem „Lehrsatz“) besagt, dass ein Affe, der unendlich lange zufällig auf einer Tastatur herumtippt, fast sicher irgendwann alle Bücher in der französischen Bibliothèque nationale de France […] schreiben wird.» - Infinite Monkey Theorem (de.wikipedia.org)

Related: Zufall kanns nicht sein oder doch?

Auch wenn Urheberrecht in Bezug auf private Nutzung keine rechtliche Relevanz mehr haben würde, so würden doch die Nutzer darauf achten, wer welches Wert produziert hat - "credit where credit is due".

Um die Möglichkeit, den Urheber auch bei keineren, nur im Netz publizierten Werken feststellen zu können, zu gewährleisten, würde es sich meiner Meinung nach anbieten, eine "Kulturdatenbank" einzurichten.

Diese Datenbank soll digitale Medien jeglicher Art (Text, Audio, Video, "Q3 Maps", …) fassen können, online auffindbar und dauerhaft verfügbar machen. Jeder Bürger der BRD soll die Möglichkeit haben, seine Werke dort einzupflegen.

So könnte ein User, der sich nicht im klaren darüber ist, ob dieses Musikstück, das er gerade hört tatsächlich von dieser neuen "underground" Band stammt oder von einem anderen Künstler, sich (ordentliche Suchmöglichkeiten vorausgesetzt - hier eine Suche über den Liedtext) schnell Klarheit verschaffen.

Autoren, die ihre Texte im Netz veröffentlichen, hätten eine einfache Möglichkeit, ihre Urheberschaft nachzuweisen - kein Streit, wer von wem abgeschrieben hat (gerade wenn man selbst sein Blogsystem hosted, könnte man ja das Datum nach hinten korrigieren).

Um mit den einleitenden Worten des ePetitionssystems zu schließen:
Möge die Piratenpartei beschließen … die Einrichtung einer Kulturdatenbank in ihr Programm zu nehmen, dass allen Bürger der BRD ermöglicht, die von ihnen produzierten Medien, in Verbindung mit ihrem Namen, einzupflegen, um ihre Urheberschaft einfach nachweisen zu können.

Bitte im Piraten-Forum kommentieren.

Nehmen wir an, die Autorin kannte einen Jungen, der Harry Potter hieß. Würde allein das Wissen um diese Bekanntschaft reichen, um behaupten zu können, dass Harry Potter tatsächlich existierte?

Würden wir es behaupten, wenn die Autorin tatsächlich versucht hätte, die Charaktereigenschaften von Harry wahrheitsgetreu wiederzugeben? Würden wir es, wenn einige Ereignisse tatsächlich statt gefunden hätten?

Noch einmal angenommen, wir würden nur wissen, dass die Autorin einen Harry Potter kannte. Würden wir dann sagen, dass die frühere Existenz Potters die Aussage glaubwürdiger macht, dass die Ereignisse in dem Buch tatsächlich statt gefunden haben?

«Here [insert name] scores a victory, since I certainly cannot rebut this; but that is only because I cannot understand a word of it.» - (Recommended Reading:) Natural Law or Don't Put a Rubber on Your Willy, Robert Anton Wilson, p. 49

Angestoßen durch: Narrenparadies (adhsinfo.wordpress.com)

«Ich finde es doch immer wieder erstaunlich, dass die sogenannten Atheisten sich so ausführlich mit Gott beschäftigen. Mir scheint deren Interesse an Gott größer zu sein, als sie zugeben wollen.»

«Da kann ich dich beruhigen: Das spricht sicher nicht für das versteckte Verlangen zu einem Glauben zu finden. Oder würdest du Leuten, die gerne Fast-Food essen unterstellen, dass sie eigentlich gerne dick werden wollen?»

Angestoßen durch: Manfred Lütz in irgend einer Talkshow




Via: atheistmedia.blogspot.com

Die generative Grammatik unserer Sprache gibt uns die Möglichkeit unendlich viele verschiedene Sätze und Satzkombinationen zu produzieren.

Nun versuchen wir die Welt begreifen, indem wir bestimmte Sätze und Satzkombinationen ausschließen. Wir subtrahieren also eine endliche Zahl von der Unendlichkeit und … WHAT?

Angestoß gab: Kommentar von Memsis zu der Einleitung dieses Blogs

«Was ist der Sinn des Lebens?»

«Du fragst also danach, wozu das Leben geschaffen wurde. Aber wie sollte so eine Frage sinnvoll beantwortet werden können, schließlich könnte das Leben ja nur von etwas mit einem Zweck versehen geschaffen werden, das selbst von einem Komplexitätsgrad ist, der so groß ist, dass wir es wieder als Leben bezeichnen würden - außer vielleicht wenn wir dieses etwas selbst geschaffen haben. Aber dann müsten wir auch bereit sein, uns selbst das Prädikat "lebendig" eventuell abzuerkennen.»

Related: Was ist der Sinn deines Lebens?
Anstoß gab: Knowing & Not Knowing; a film review by Michael Shermer (skepticblog.org)

Nun ist es im allgemeinen sicherlich sinnvoll Nachrichten zu vefolgen, denn diese Tragen zur politischen Meinungsbildung bei. Man kann sich aber dennoch fragen, wozu Berichte über Amokläufe, Verkehrsunfälle oder andere Informationen solcher Art tauglich sind.

Informationen der fraglichen Art zeichnen sich vorallem dadurch aus, dass ihnen, auch wenn man sie über längere Zeit über das Nachrichtenmedium verfolgt, kein Nutzen abgewonnen werden kann. Die Aussage "Es ist ein Jugendlicher Amok gelaufen." hat zunächst keinen inhaltichen Wert. Diesen kann sie erst durch einen breiteren Kontext gewinnen: Wie oft gehen jugendliche üblicherweise Amok laufen? Ist dieser spezielle Amoklauf tatsächlich von Bedeutung insofern als dass er einen Trend anzeigt (dem man vielleicht entgegen steuern kann - wobei der Kontext bei dieser Zusatzfrage beträchtlich weiter wächst - oder insofern, als dass man sich helfend einbringen kann - was aufgrund der räumlichen Distanz und der Art des Ereignisses meist unmöglich ist)?

Selbst wenn diese Informationen vorliegen bleibt fraglich, welchen Wert die oft im Überfluss vorhandenen, näheren Informationen zum genauen Ereignisablauf haben.

Sollte nun, für die Mehrheit der Zuschauer, die inhaltliche Relevanz fehen, welchen Sinn haben dann Berichte solcher Art?

Boiler, Kühlschränke, Fernseher und andere Haushaltsgeräte produzieren 50% von Europas CO2-Verschmutzung!

Europa könnte die Hälfte der 2020-Emissionsziele erreichen, indem diese Energieeffizienz-Normen eingeführt würden. Zudem könnten wir alle Geld bei unserer Stromrechnung sparen!

Abseits der Öffentlichkeit diskutieren momentan Vertreter der Regulierungsbehörden über neue Normen. Doch die Industrie-Lobby erhöht den Druck und möchte die Vorschläge verwässern. Ein mächtiger öffentlicher Aufschrei kann das Blatt noch wenden, doch die Zeit ist knapp - Unterzeichnen Sie die Petition - Wir übergeben sie am Donnerstag an EU-Entscheidungsträger in Brüssel im Zuge einer öffentlichen Aktion:

Unterzeichnen Sie die Petition!

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