blogage.de > morgen freiman
  Anmelden | Login

Oft hört man, dass es inkonsequent sei, wenn man zwar Fleisch isst aber das dafür notwendige Tier nicht selbst töten kann. Man solle in diesem Fall doch lieber darauf verzichten. Die Redner sind sich jedoch oft nicht bewusst, dass sie, um der lieben Konsequenz willen, auf eine Großteil ihrer Konsumgüter verzichten müssten, denn unser Wohlstand basiert maßgeblich auf der Armut Anderer. Und wer dieser Redner könnte schon den auszubeutenden Arbeitern das Produkt ihrer zermürbenden Arbeit abnehmen und ihnen im Gegenzug den üblichen Hungerlohn überreichen?

Eine Zuordnung von Schuld würde Willensfreiheit voraussetzen. Der Schuldige müsste alleine zu der Entscheidung gekommen sein, die ihm angelastete Tat zu begehen - jegliche Beeinflussung von außen müsste ausgeschlossen sein. Somit müsste die Entscheidung aus dem Nichts heraus entstanden sein - fernab jeglicher Realität. Doch wie sollte jemand Schuld sein, der bei seiner Entscheidungsfindung Voraussetzungen und Auswirkungen außer Acht gelassen hat, der also unzurechnungsfähig war? Der freie Wille ist folglich in sofern ein Unding, als dass er zwei sich widersprechende Thesen zulässt - zugleich "Schuldig" und "Unschuldig".

Quelle: projektpan.de Forum

Seiten:«Vorherige 1, ... 5, 6, 7, 8Nächste»